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Wunstorfer Stadtanzeiger vom 16. April 2009

Wunstorfer Stadtanzeiger 16. April 2009


Umjubelte Theaterpremiere mit "Höhen-Wonne" in Großenheidorn

GROßENHEIDORN (gb). Eine großartige Prmiere inszenierte die Laienspielgruppe Großenheidorn am Ostersonntag mit "Höhen-Wonne" in Ebels Saal, in Großenheidorn. Mit 240 Zuschauern war der Saal bis auf den letzten Platz ausverkauft. Den Zuschauern war anzumerken, dass sie gekommen waren, um sich an einer Theateraufführung herzhaft zu erfreuen. Und ihr Wunsch wurde vollkommen erfüllt. Die Komödie in drei Akten hielt alles, was eine Komödie haben sollte. Und die Laiendarsteller stellten wiederum ihr Können unter Beweis. ... mehr

Mit "Höhen-Wonne" brachten sie eine Welturaufführung auf die Bühne, zu der sogar die Autorin Erika Kainberger-Kapeller mit Familie aus Wien anreiste. Zu den besonderen Gästen gehörten außerdem die Bundestagsabgeordnete Monika Brüning, Wunstorfs stellvertretender Bürgermeister Dieter Brüning und der Ortsbürgermeister von Großenheidorn, Manfred Wenzel. Regisseur Robert Schusser war die Anspannung und Freude anzusehen, bevor sich dann endlich der Vorhang zur Premiere nach vier Monaten Probezeit öffnete. Er hatte bei diesem Stück noch mehr Wert auf die schauspielerische Leistung gelegt, erklärte er noch unmittelbar vor der Premiere gegenüber dem Stadtanzeiger. "Und das muss jetzt raus!", fügte er hinzu. Immerhin ist es auch ein Superteam, mit dem er seit sieben Jahren zusammenarbeitet. Nachdem er selbst vier Jahre zu den Darstellern gehörte, führt er seit drei Jahren die Regie, "was sehr viel Arbeit aber auch Spaß macht". Immer wieder freut er sich darauf zu sehen, wie sich die Darsteller von Probe zu Probe in ihrer Darstellung steigern.

Viele Ideen tragen die Schauspieler ebenfalls mit zuum Gelingen bei, betont Schusser. "Wir leben in einem Zeitalter der Extreme. Zu dem auch der Jugend-, Schönheits- und Fitness-Wahn gehört, der jetzt stattfindet. Diese Themen haben mich bewegt und zu diesem Stück geführt", erklärte die Autorin Kainberger-Kapeller gegenüber der Zeitung. Insgesamt 27 Stücke hat sie bereits geschrieben. In allen kommt auch die Erotik zum Tragen. Und somit auch in "Höhen-Wonne". "Hinzu kam auch noch etwas vom Beziehungsstress, mit dem sich sicherlich viele Zuschauer identifizieren können."

Aber sie möchte mit ihrem Stück nicht nur zum Schmunzeln oder Lachen führen, sondern auch zum Nachdenken. Und all das hat sie gemeinsam mit den Premieredarstellern voll und ganz erreicht, was immer wieder der Zwischenapplaus und der Premierenapplaus am Ende unter Beweis stellte. "Höhen-Wonne" spielt in einem Studio, in dem ein Solarium, ein Fitness-Center, eine Yoga-Lachschule sowie ein Single-Club integriert sind. Es wird von Hans und Lea betrieben. Hans ist als Fitness-Trainer zuständig für die körperliche Ertüchtigung, Lea für die psychische Entspannung der Kunden.

Die schrulligen Kunden, die das Stuio aufsuchen, sorgen für so manche "Ver(w)irrungen" in Sachen Liebe, Treue, Stolz, Langeweile, Rache, Midlife-Krisen und Eifersucht und stellen zuletzt die jungen Ehe von Hans und Lea gehörig auf die Probe....